Aufbau des Instituts

Aufbau des Instituts

Das IFRA zählt heute zu den 27 französischen Forschungsinstituten im Ausland („Instituts Français de Recherche à l’Etranger“, kurz: IFRE), die vom Außenministerium unterhalten werden. Es ist außerdem ins Netz des zentral strukturierten weltweiten „Institut Français“ und jener französischen wissenschaftlichen Institute integriert, die an das Institut Français d’Allemagne angegliedert sind.

Seine Umstrukturierung - sowohl was den Standort als auch was seinen deutsch-französischen Unterbau betrifft - ist inzwischen abgeschlossen. Nun kann sich das IFRA aktuellen Fragestellungen und Herausforderungen widmen, mit denen heute viele vergleichbare Forschungseinrichtungen konfrontiert sind: Wie lässt sich die ursprünglich bilaterale Perspektive des Instituts auf einen europäischen oder gar weltweiten Horizont ausweiten? Wie können neue wissenschaftliche Partner gefunden und neue Finanzierungsmöglichkeiten aufgetan werden? Welcher Strukturen bedürfte es, um Promotions- und Habilitationsverfahren am Institut selbst durchführen zu lassen?

Um diesen Herausforderungen begegnen und das bisherige Programm weiterhin umsetzen zu können, arbeiten im IFRA derzeit:

-        ein Direktor,

-        ein fest angestellter Wissenschaftler, dessen Stelle vom Außenministerium finanziert wird,

-        zwei Doktoranden mit einem Mobilitätsstipendium des IFRA (AMI),

-        ein Habilitand der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität,

-        ein Doktorand, dessen Stelle anlässlich des hundertsten Jahrestags des ersten Weltkriegs (1914-2014) ab dem 1. September 2013 vom Frankfurter Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte finanziert wird,

-        ab dem 1. Januar 2014 ein weiterer Habilitand, dem im Laufe des Sommers 2013 zwei Doktoranden zur Seite gestellt werden, um eine der drei Achsen, die zur Nachhaltigkeit, im Projekt „Europa (be-)greifen“ für das IFRA und die Johann Wolfgang Goethe-Universität zu bilden,

-        eine Referentin für kulturelle Veranstaltungen,

-        eine Buchhalterin, die auch Sekretariatsaufgaben wahrnimmt.

Die Politik des Instituts wird jedes Jahr in einem Rechenschaftsbericht dargelegt, der vom wissenschaftlichen Beirat abgestimmt wird. Dieser Beirat setzt sich aktuell zusammen

-        aus 9 französischen und 2 deutschen Universitätsangehörigen

-        aus 4 geladenen Mitgliedern der Maison des Sciences de l’Homme, des CIERA, der Frankfurter Goethe Universität und des Frankfurter Max Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte,

-        aus Mitgliedern des Ministère de l’Enseignement Supérieur et de la Recherche (MESR) und des CNRS,

-        aus Vertretern des geldgebenden Außenministeriums (MAE) und der französischen Botschaft in Berlin.

Die Zusammensetzung dieses Beirats, der gleichzeitig lokal verankert und bi-national ausgerichtet ist, spiegelt die deutsch-französische und darüber hinaus europäische Orientierung des Instituts wider, auf deren Grundlage das IFRA sein Kultur- und Forschungsprogramm entwickelt. Folgerichtig ist das Institut seit 2011 aktiv daran beteiligt, unter dem Titel „Europa (be-)greifen“ („Saisir l’Europe“) eine deutsch-französische Forschungsgruppe im Bereich der Geschichts- und Sozialwissenschaften einzurichten.

Im gleichen europäischen Geist hat das Institut sich 2013 an den Gedenkveranstaltungen anlässlich des fünfzigsten Jahrestages des Elysee-Vertrags von 1963 beteiligt. Natürlich wird es ebenso den Historikertreffen des Jahres 2014 beiwohnen, die anlässlich des 1200. Geburtstages von Karl dem Großen und des hundertsten Jahrestags des Beginns des ersten Weltkriegs 1914 stattfinden.