Philipp Siegert

Doktorand

Philipp Siegert, Jahrgang 1986, ist Doktorand am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte und im Rahmen eines Kooperationsabkommens während seiner Promotion am IFRA tätig. Er promoviert an der Goethe-Universität (Frankfurt) und der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris). Vor dem Beginn seines Doktorats im Oktober 2013 studierte er in Münster, Rostock, Klausenburg (Rumänien) und Budapest (Ungarn). Im ersten Halbjahr 2013 war er als Forschungspraktikant am Hungarian Institute of International Affairs (HIIA, heute KKI) in Budapest tätig, bevor er für die Promotion nach Frankfurt/Main übersiedelte.  

Forschungsinteressen 

Seine Hauptinteressensgebiete sind das strategische Denken in der Außenpolitik sowie die Geschichte und Gegenwart internationaler Konflikte, vornehmlich in und um Europa. So waren die Gegenstände seiner Abschlussarbeiten in Budapest die Außenpolitik der K.u.K. Monarchie 1871-1878 (M.A. in Mitteleuropäischer Geschichte) sowie die gegenwärtigen strategischen Herausforderungen der Schwarzmeerregion für die Europäische Union (M.A. in Internationalen Beziehungen). Seine Arbeit als Forschungspraktikant des HIIA konzentrierte sich auf die deutsche und europäische Politik gegenüber dem Berg-Karabakh-Konflikt im Südkaukasus.  

 

Dissertationsprojekt 

Der Arbeitstitel des Dissertationsvorhabens lautet "Staatshaftung im Ausnahmezustand: Doktrin und Rechtspraxis im Deutschen Reich und Frankreich, 1914-1919." Forschungsgegenstand ist die Entwicklung und Ausformulierung der gesetzlichen Bestimmungen, die in beiden Staaten bezüglich der öffentlich-rechtlichen Haftung erlassen worden sind. Hierzu gehört auch die Berücksichtigung der ideologischen Hintergründe der damaligen Entscheidungen, gewissermaßen der Teleologie der Gesetzesentwicklung. Die Dissertation soll dabei rechtshistorische, politiktheoretische und ideengeschichtliche Aspekte verbinden. Ziel ist es, ausgehend von den Entwicklungen im innerstaatlichen Recht einen Beitrag zu der Vorgeschichte und dem Zustandekommen der Entschädigungsbestimmungen in den Friedensverträgen von 1918 (Bukarest, Brest-Litowsk) und 1919 (Versailles) zu leisten.

 

Publikationen 

Den Krieg neu denken? Penser la guerre autrement ? 1914-1918: Kriegserfahrungen und Erinnerungskulturen, mit B. Zunino, LIT 2016 (siehe Verlagsseite). 

« Mensonge et manipulation. Le faux au prisme des sciences humaines et sociales  », mit J. Beaufils / C. Escher / D. Rakovsky / A. Seitz / L. Scholz, in : Trajectoires, Nr. 9 (2015), online veröffentlicht (zum Artikel). 

« Le Sonderforschungsbereich 948 :  Héros - Héroïsation - Héroïsmes  », in : Revue de l'IFHA, Nr. 6 (2014), online veröffentlicht (zum Artikel). 

« L'Exzellenzcluster 212 :  Religion et politique dans les cultures de l'Antiquité aux temps modernes », in : Revue de l'IFHA, Nr. 6 (2014), online veröffentlicht (zum Artikel).

« Van-e potenciál a német-orosz együttműködésben Hegyi-Karabah kapcsán? [Is there potential for German-Russian cooperation on the Nagorno-Karabakh Conflict?] », in : Külügyi Szemle Nr. 3/2013. Artikel auf Englisch / Artikel auf Ungarisch.  

Email: 
philipp.siegert@institutfrancais.de

Den Krieg neu denken? Neue Quellen und Methoden zur Geschichtsschreibung des Ersten Weltkriegs

Freitag, 24. Oktober 2014 (Ganztägig) bis Samstag, 25. Oktober 2014 (Ganztägig)
Goethe-Universität Frankfurt

Die Tagung widmet sich neuen Quellen und Methoden zur Erforschung des Ersten Weltkriegs, die die jüngere Historiografie hervorgebracht hat (Kulturgeschichte, Neuere Militärgeschichte, etc.).

Das Hauptaugenmerk liegt auf einer Kriegsgeschichte "von unten".

Weitere Informationen: