Deutsch-französisches Seminar zur „actualité de la pensée critique“ (Aktualität der kritischen Theorie)

Deutsch-französisches Seminar zur „actualité de la pensée critique“ (Aktualität der kritischen Theorie)

12.10.2017 - 14:00 bis 19:00
Goethe Universität, PEG-Gebäude, Raum 1.G168, Institutsgebäude Psychologie Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften, 60323 Frankfurt am Main

 

„Philosophie française (Französische Philosophie)“ und „Théorie critique (kritische Theorie)“: Geschichte, Gegenwart, Zukunft – ein deutsch-französisches Seminar zur kritischen Theorie und Gesellschaftstheorie, in Zusammenarbeit mit der École normale supérieure, dem Institut Français und dem Deutsch-französischen Institut für Geschichts- und Sozialwissenschaften (IFRA-SHS):

Eröffnung : Prof. Dr. Martin Saar (Lehrstuhl für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität)

- 1. Panel

Kritisches Denken, Kritische Theorie:  Vergleichende Lektüre zwischen Frankreich und Deutschland

Moderation: Dr. Katia Genel (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne et Centre Marc Bloch, Berlin) mit Prof. Dr. Emmanuel Renault (Université Paris X-Nanterre) und Dhr. Dr. Robin Celikates (Universiteit van Amsterdam)

- 2. Panel

Die gegenwärtige Kritische Theorie: neue Felder, neue Kategorien

Moderation: Dr. Julia Christ (CNRS) mit Prof. Dr. Luc Boltanski (EHESS, Paris), Prof. Dr. Christoph Menke (Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt-am-Main), und Prof. Dr. Andrea Allerkamp (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt-an-der Oder)

Abschlussvortrag: Prof. Dr. Frédéric Worms, stellvertretender Leiter der ENS: „La tâche critique de l’université (die kritische Aufgabe der Universität)“

Am Scheideweg zwischen der Philosophie und der Sozialwissenschaft, hat das Kritische Denken im letzten halben Jahrhundert im Zusammenhang mit der „théorie critique (Kritische Theorie)“, (dessen wichtigster Ursprungsort u.a. Frankfurt/Main war), und der „philosophie française“, (die zwischen Frankreich und dem Rest der Welt verkehrte), gemeinsame als auch unterschiedliche Wege durchquert. Diese beiden Wissenschaften setzen sich gegenwärtig mit neuen Herausforderungen auseinander, die sozialer, wirtschaftlicher, politischer oder epistemologischer Natur sind. Inwiefern verlangt dieser neue Horizont eine Umstrukturierung der traditionsreichen Denkweise ab? Wie könnte die allgemeine Kritische Theorie angesichts der europäischen und weltweiten „actualité critique“ (kritische Gegenwart)“ fortgesetzt und weiterentwickelt werden?