24. Festival Africa Alive zum Thema "Afro Utopia"

L'Orage Africain - Eröffnungsfilm von Sylvestre Amoussou © Deutsches Filmmuseum

24. Festival Africa Alive zum Thema "Afro Utopia"

31.01.2018 - 20:15 bis 17.02.2018 - 22:30
Kino des deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt

Das 24. Africa-Alive-Festival (30.01.2018 – 17.02.2018) präsentiert den afrikanischen Kontinent mit einem breiten Spektrum an Dokumentar- und Spielfilmen. Neben aktuellen Filmen im Deutschen Filmmuseum und im Filmforum Höchst gibt es ein Rahmenprogramm bestehend aus Konzerten, Lesung, Podiumsdiskussion und Kinderprogramm.

Im Mittelpunkt des 24. Africa-Alive-Festival steht das Thema „Afro Utopia“. Der G 20 Gipfel machte im Juli 2017 Afrika zu einem der Haupthemen und ein neuer Deal mit Afrika soll für Wohlstand und Wachstum sorgen. Jedoch, wie so oft gehen die Problemlösungen vom Westen aus. Die Frage bleibt, inwieweit die afrikanischen Länder ihre eigenen Bedürfnisse einbringen können. Africa Alive möchte Beispiele für die positiven Ansätze und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, die aus Afrika selbst kommen, und sowohl im Filmprogramm als auch in einer Podiumsdiskussion mit Gästen aus Afrika erörtern.

Dazu wird als Eröffnungsfilm am 31.1. um 20.15 Uhr im Deutschen Filmmuseum (Wdh 1.2. 20.30 Uhr im Filmforum Höchst) L’Orage Africain – un continent sous influence von Sylvestre Amoussou (Benin/Frankreich 2016) gezeigt, der von einem fiktiven, an Rohstoffen reichen afrikanischen Landes handelt. Regisseur Sylvestre Amoussou ist bei den Vorführungen anwesend.

Ebenfalls zu sehen ist der Dokumentarfilm Kemtiyu, Cheikh Anta (Senegal 2016) von Ousmane William Mbaye über Cheikh Anta Diop, einen senegalischer Historiker, Anthropologe und Politiker. Er erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich sein ganzes Leben für Wahrheit und Gerechtigkeit eingesetzt hat, um das historische Bewusstsein und die Würde Afrikas wieder herzustellen.

Eine Werkschau wird dem mauretanischen Regisseur Med Hondo gewidmet. Med Hondo zählt neben Ousmane Sembene zur Gründungsgeneration des afrikanischen Kinos, die nach der Unabhängigkeit mit Beginn der 60er Jahre vor der Aufgabe stand, dem damals junge afrikanische Kino eine eigne Identität zu geben. Der in Frankreich lebende Med Hondo setzte sich insbesondere mit dem Exil, dem kolonialen Denken und dem Rassismus auseinander. Zu seinen bekanntesten Werken gehört Soleil O (1969), West-Indies (1979) und Sarraouina (1986)

Das Rahmenprogramm enthält auch eine Podiumsdiskussion zum Thema "Afrotopia - Afro Utopia" am 3. Februar um 17 Uhr im Haus am Dom. Felwine Sarr, Eugenio Nkogo Ondó, Boniface Mongo Mboussa und Lucy Mushita diskutieren unter der Moderation von Prof. Mamadou Diawara (Goethe-Universität). Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht der in Paris erschienene und vieldiskutierte Essayband AFROTOPIA von Felwine Sarr. 2016 gründete der senegalesische Wirtschaftswissenschaftler, Dichter und Musiker gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Achille Mbembe in Dakar die „Ateliers de la Pensée“, die Werkstätten des Denkens, um die Neuausrichtung des afrikanischen Selbstverständnisses voranzutreiben.

9.00 € / 5.00 € (ermäßigt)