Unsere Zeitschrift: die Revue (1980-2014)

Unsere Zeitschrift: die Revue (1980-2014)

Die Zeitschrift des Instituts wurde zwischen 1980 und 2014 publiziert, wobei sie zunächst den Namen Bulletin d’Information de la MHFA (1980-2008) trug, bevor sie mit dem Umzug nach Frankfurt in die Revue de l'IFRA (2009-2014) umbenannt wurde. Seit ihrer Gründung 1980 als Bulletin d’information stand die Revue des Instituts bis zum Jahr 2014, in dem sie aus finanziellen Gründen eingestellt werden musste, als Arbeits- und Forschungsinstrument im Dienste des deutsch-französischen Wissenstransfers. Zunächst vierteljährlich veröffentlicht, erschien sie anschließend einmal im Jahr. Alle erschienenen Ausgaben der Revue können vollständig und kostenlos auf dem Onlineportal der Revue de l'institut français d'histoire en Allemagne: Revues.Org abgerufen werden. 

Die Revue war nicht nur das Aushängeschild des Instituts mit seinen Aktivitäten und Veranstaltungen. Sie verstand sich auch als Medium der französischen Deutschlandforschung, denn die Mehrzahl ihrer LeserInnen waren keine SpezialistInnen der Deutschlandforschung. So bot sie den französischsprachigen Kollegen zahlreiche Informationen über Strukturen, Themen, Debatten und Ergebnisse der deutschen Geschichtswissenschaften. Die Revue bestand aus zwei Rubriken. Die Rubrik „Aktivitätsbericht“ umfasste Anzeigen, Stellenangebote, Stipendien, Veranstaltungen und Vorträge. Die Rubrik „Forschungsinstrumente und -ergebnisse“ bot einen Überblick über Arbeitsmittel und Institutionen, Doktorarbeiten zum deutschsprachigen Raum, Entwicklung und Stand der deutsch-französischen Forschung sowie Beiträge zu aktuellen Forschungsvorhaben. In der Rubrik „Bibliothèque allemande“ fanden sich zahlreiche Rezensionen, durchschnittlich 140 bis 150 pro Ausgabe. Die meisten Fachbücher wurden sehr schnell, d.h. ein Jahr nach ihrem Erscheinen, in der Revue besprochen. Dadurch wurden die französischen LeserInnen mit den wichtigsten Arbeiten der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft vertraut gemacht, die deutsch-französische Zusammenarbeit zwischen HistorikerInnen gestärkt und ein Medium des Austauschs und Dialogs geschaffen. 

Der zwischen 1980 und 2014 stetig wachsende Umfang der Revue zeugte von ihrem Erfolg: Während die Zeitschrift zu Beginn ungefähr 20 Seiten umfasste, wuchs sie ab 1987 auf etwa 100 Seiten an, bevor sie in den 2000ern mit 400 bis 600 Seiten publiziert wurde. Ähnlich ist auch die Auflage gewachsen: Während die Revue 1985 zunächst mit einer Auflage von 320 Exemplaren erschien, wurden bis einschließlich 2014 ungefähr 650 Exemplare kostenfrei an französische Universitätsbibliotheken, Forschungszentren und ForscherInnen verschiedener Disziplinen geliefert. Auch zahlreiche deutsche KollegInnen lasen die Revue, um den Blick französischer HistorikerInnen auf die deutsche Geschichtsschreibung nachzuvollziehen. Darüber hinaus wurde sie von anderen, zum Außenministerium gehörigen französischen Auslandsinstituten bezogen.