„Café Europa“: Europas Kartographie seit dem Mittelalter

„Café Europa“: Europas Kartographie seit dem Mittelalter

23.06.2021 - 20:00 bis 21:30

 

Wie haben sich die Einwohner*innen Europas im Laufe der Zeit die Kartographie und Geografie des alten Kontinents vorgestellt? Die Frage beantworten Nicolas Detering und Christoph Mauntel in einer neuen Café Europa-Abend, hoffentlich nicht nur auf YouTube, sondern auch live in der Romanfabrik.

Schon in der Antike versuchten Menschen, sich ein Bild zu machen von der Erde und von dem Kontinent, auf dem sie leben. Dieses Bild hat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt aufgrund des Weltbilds, das sich immer weiter den heute gültigen wissenschaftlichen Standards anpasste. Die Geschichte der Kartographie Europas ist im Grunde eine Illustration des sich wandelnden Selbstverständnisses von Europa der auf diesem Kontinent lebenden Menschen und Gesellschaften. So zeigt beispielsweise eine Karte aus dem 16. Jahrhundert Europa in der Form eines weiblichen Körpers mit Spanien als gekröntem Haupt, ein klarer Hinweis auf die herrschende Rolle der Habsburger in Europa.

Die Veranstaltung findet voraussichtlich vor Live-Publikum, aber auch als Livestream auf dem YouTube-Kanal der Romanfabrik statt. Für aktuelle Informationen über Anmeldung und Corona Regel können Sie bei der Romanfabrik anrufen: 069 / 49 40 902.

Nicolas Detering ist Professor für Germanistik an der Universität Bern und forscht unter anderem über die Entstehung der deutschen Europa-Literatur in der Frühen Neuzeit.

Christoph Mauntel ist seit Oktober 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für mittelalterliche Geschichte an der Universität Tübingen. Seine Schwerpunkte sind unter anderem die Kartographie und geographische Vorstellung im Mittelalter, die Praktiken und Narrative der Gewalt im Mittelalter, die politische Ideengeschichte über Imperien und Vorstellungen von Imperialität, die Kulturgeschichte des Politischen und die Geschichte Frankreichs, Englands und Burgunds.

 

Die Romanfabrik und das Institut franco-allemand IFRA / Institut français Frankfurt veranstalten gemeinsam seit Juni 2019 Vortrags- und Debattenabende unter dem Namen „Café Europa“. Mehrmals im Jahr halten kluge Köpfe Vorträge zu den verschiedensten Aspekten dessen, was Europa ausmacht.

Die Veranstaltungsreihe „Café Europa“ wird durch die Stadt Frankfurt, das Land Hessen und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain gefördert.