Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Pierre Monnet: "Eine Geräuschlandschaft der spätmittelalterlichen Stadt"

Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Pierre Monnet: "Eine Geräuschlandschaft der spätmittelalterlichen Stadt"

14.03.2019 - 19:30
Sigismund Saal im Konzil Konstanz, Hafenstrasse 2, 78462 Konstanz

Zum Ende des Mittelalters waren Lärm, Laute, Klang und Musik nicht nur Kulisse oder Hintergrund, sie gehörten zum politischen Leben, trugen zur kollektiven und individuellen Disziplin bei. Sie bildeten eine „Klanglandschaft“, welche die Höhepunkte des Stadtlebens zwischen Ordnung und Unordnung begleitete: Revolten- oder Kriegsrufe, Prozessionsklänge, Alarme oder Glockengeläut von Türmen, laute Bekanntgabe von Wahlen, juristischen Entscheidungen oder städtischen Verordnungen, die Stimme von Predigern, Herolden, Jongleuren, Gesängen oder Theaterspielen, aber auch Zunahme von Lärmbelästigung durch die handwerkliche Produktion...

 Im Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte spricht Pierre Monnet, Directeur d’études an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris und Leiter des Institut franco-allemand IFRA / Institut français Frankfurt über das Thema „Trompeter, Ausrufer, Türmer, Glocken... Eine Geräuschlandschaft der spätmittelalterlichen Stadt“.